Ballast abwefen

25. Mai 2020 | "Vanlife" - Licht und Schatten, Deutschland

Mai 2020

Unglaublich, wie viel Krempel sich über die Jahre ansammelt, vor allem, wenn man Platz hat: Das Haus war voll vom Keller bis zum Dachboden: Möbel, Teppiche, Deko aus aller Herren Länder, Lampen, Küchenkram und Gartengeräte. Ganze Regale in der Garage voll mit Zeug, das man nie braucht, aber seit Jahren mit sich herumschleppt.

Schluss damit! Das Haus ist zu Ende Juni gekündigt. Im „Libertu“ sind sechs Quadratmeter Platz. Weil ich im September nach Italien und auf Sizilien überwintern will, habe ich keine Wohnung mehr gemietet. Sondern Raum in einer Lagerhalle. Da kommt alles rein, was ich unbedingt brauche (Bett, Schreibtisch, Ordner mit Unterlagen) und die Dinge, an denen ich hänge (die heiß geliebte chinesische Lack-Kommode, die Feder-Lampe). ALLES ANDERE muss weg!

Also habe ich viele, viele Fotos vom Hausrat gemacht und bei Ebay eingestellt; einen Geschenke-Tisch mit Kleinkram vors Gartentor gestellt; bei nebenan.de Waschmaschine und Co. eingestellt; Bücherkisten für Momox gepackt. Bei manchem habe ich schon gezuckt: Dinge, die mich teils seit 20 Jahren und fast ebenso vielen Umzügen begleitet haben. Deren Zeit aber abgelaufen war: Ich brauche sie nicht mehr um mich. Und es ist schön zu sehen, dass andere sich freuen und sie gut brauchen können.

Ein Drittel geht bei Ebay weg (das schöne Mid-Century-Sideboard findet schnell eine Abnehmerin), ein Drittel wird verschenkt (das große Steckregal, der Gartentisch, Deko und Küchenkrams), ein Drittel landet auf dem Sperrmüll.  Es ist sooo erleichternd, das ganze Zeug los zu sein! Die Restmöbel und zehn Umzugskartons, meine zwei Lieblingsteppiche und das Fahrrad passen schlussendlich locker in eine Fünf-Quadratmeter-Box in der Lagerhalle.

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Fünf Quadratmeter reichen für Restmöbel und Dinge, an denen das Herz hängt

Die Lieblingsklamotten, Bettwäsche zum Wechseln, Bambusgeschirr, Vorräte und zwei Tassen, ein paar Bücher und ein kleines Radio landen im Van. Und die ganze Aufnahmetechnik plus Laptop, Handy und Ipad natürlich. Es kann losgehen, das Leben als digitale Nomadin.

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Geht’s denn bald mal endlich los?

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Zu diesem Blog: „Zum Horizont“ ist in erster Linie ein digitales Notizbuch und die Vorbereitung für mein Buchprojekt „Guten Morgen Europa!“ (Arbeitstitel). Ihr findet hier keine Werbebanner, keine Links zu Amazon und ich teste auch keine Campingprodukte. Wenn ich Campingplätze, Quintas, Weingüter oder Bauernhöfe namentlich erwähne oder verlinke, dann weil die Geschichte dort spielt. Ich bekomme weder etwas umsonst, noch Preisrabatte. Ich bezahle wie jede/r andere auch, ganz normal. Falls mir doch einmal eine Winzerin zum Beispiel eine Flasche Wein schenkt und es zu unhöflich wäre, abzulehnen, dann schreibe ich das dazu. Meine journalistische Unabhängigkeit untergräbt das aber nicht. Wer Fragen zu bestimmten Stellplätzen, Routen oder der technischen Ausrüstung hat, kann sie mir gerne per Kommentar oder Social Media stellen. Viel Spaß beim Lesen!

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