Gaumenfreuden in Ligurien: Gelage mit Meerblick und ein denkwürdiger Trüffelabend

2. April 2021 | Allgemein

Nachdem das Gas-Problem gelöst ist, geht es weiter nach Norden. Marc und Heike fahren voraus und finden ein schönes Plätzchen mit Blick aufs Meer in der Nähe von Livorno, etwas unterhalb von Pisa.

Hier bleiben wir ein paar Tage. Arbeit, Kieselstrand und abendliche Gelage halten sich schön die Waage.

Abends zeigt das Schiffe-Ballett vor dramatischen Sonnenuntergangs-Himmeln, dass das Virus seinen Griff auch auf dem Meer gelockert hat: Tanker und Kreuzfahrtschiffe sind auf dem Weg in den Hafen von Livorno.

Inzwischen hat Giorgio herumtelefoniert, auf der Suche nach einem Trüffelsucher. Ich möchte nämlich eine Geschichte darüber machen, dass die Edelpilze wegen des Klimawandels immer seltener werden.  In seinem Bekanntenkreis findet er Dario Mannari, der die kleine Dorf-Osteria „Papacqua“ in Castellina Marittima führt. Spezialität: Trüffel! Es wird ein denkwürdiger Abend in der urigen Kneipe.

Gaumenfreuden in Ligurien: Gelage mit Meerblick und ein denkwürdiger Trüffelabend 15
Dario tischt auf. Das war nur die Vorspeise….

Dario tischt auf, dass sich die Balken biegen, hobelt großzügig köstliche schwarze und weiße Trüffel, als gäbe es kein Morgen. Der erdige, pilzige Duft erfüllt die Küche. Ich habe noch nie Trüffel gekostet und verfalle ihnen auf Anhieb. Wir schlemmen, der Wein fließt in Strömen und Dario erzählt und erzählt, wie ein Wasserfall, in einer wilden Mischung aus Englisch und Italienisch. Von einem disziplinierten Interview mit Fragen und Antworten hält er wenig bis nichts.

Gaumenfreuden in Ligurien: Gelage mit Meerblick und ein denkwürdiger Trüffelabend 16

Zwischendurch rast er los, nach Hause und schafft seinen uralten Trüffelsuch-Hund herbei, um ihn mir vorzustellen.

Gaumenfreuden in Ligurien: Gelage mit Meerblick und ein denkwürdiger Trüffelabend 18
Der arme alte Hund, schon Rentner, war etwas überfordert von dem Highlife

Tatsächlich gibt es immer weniger Trüffel, entnehme ich dem Redeschwall, den Giorgio tapfer zu übersetzen versucht. Es sind schließlich Pilze und die mögen die immer heißeren trockenen Sommer nicht. Er, Dario, habe aber seine Quellen und leide keinen Mangel an Trüffeln. Das haben wir gemerkt und genossen: Mille grazie, Dario! Sollte es Euch in die Nähe von Pisa verschlagen: Unbedingt im „Papacqua“ einkehren, wo der Chef nach Rezepten seiner Großmutter Giovanna kocht. Grüßt ihn bitte herzlich.

https://www.papacqua.com

Gaumenfreuden in Ligurien: Gelage mit Meerblick und ein denkwürdiger Trüffelabend 19

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Zu diesem Blog: „Zum Horizont“ ist in erster Linie ein digitales Notizbuch und die Vorbereitung für mein Buchprojekt „Guten Morgen Europa!“ (Arbeitstitel). Ihr findet hier keine Werbebanner, keine Links zu Amazon und ich teste auch keine Campingprodukte. Wenn ich Campingplätze, Quintas, Weingüter oder Bauernhöfe namentlich erwähne oder verlinke, dann weil die Geschichte dort spielt. Ich bekomme weder etwas umsonst, noch Preisrabatte. Ich bezahle wie jede/r andere auch, ganz normal. Falls mir doch einmal eine Winzerin zum Beispiel eine Flasche Wein schenkt und es zu unhöflich wäre, abzulehnen, dann schreibe ich das dazu. Meine journalistische Unabhängigkeit untergräbt das aber nicht. Wer Fragen zu bestimmten Stellplätzen, Routen oder der technischen Ausrüstung hat, kann sie mir gerne per Kommentar oder Social Media stellen. Viel Spaß beim Lesen!

Blog per E-Mail abonnieren

Gib Deine E-Mail-Adresse an, um diesen Blog zu abonnieren und Benachrichtigungen über neue Beiträge via E-Mail zu erhalten.

Kein Spam ! Mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Archiv