Mit der Ape von Berlin nach Marbella: Kapitän Möllenkamps verrückte Reise

13. November 2021 | Begegnungen, Portugal

Auf dem Campingplatz bei Porto tuckert eines Tages eine kleine, rot-weiße Ape heran und wirft Anker: Jens ist da! Ich hatte ihn schon auf dem Campingplatz in Santiago de Compostela in Nordspanien kurz kennen gelernt. Jens Möllenkamp (43) fährt eine ähnliche Route wie ich, denn er möchte auch in den Süden.

In seinem Fall ist das Ziel Marbella im Süden Spaniens, denn dort liegt sein Boot „Lassarina“. Auf dem 16 Meter langen Zweimaster hat Jens den vergangenen Corona-Lockdown im Hafen von Marbella tapfer ausgesessen. Mehr oder weniger mutterseelenallein. Das macht ihm nichts aus, sagt er, Jens ist gerne mal für sich.

Mit der Ape von Berlin nach Marbella: Kapitän Möllenkamps verrückte Reise 1
Mit einem Dreirad nach Marbella: Jens wollte wissen, ob das geht.

Er tuckert mit einer Ape von Berlin nach Marbella, der für italienische Bauern unverzichtbaren „Biene“, einem kleinen Lasten-Dreirad, weil er wissen möchte, ob das geht. Der mickrige Zweitakter-Motor schafft am Berg manchmal nur 15 Stundenkilometer, Jens ist also quasi im Schritttempo unterwegs. Entschleunigung, eines der großen Themen des „Vanlife“ ist bei ihm wörtlich zu verstehen.

Mit der Ape von Berlin nach Marbella: Kapitän Möllenkamps verrückte Reise 2
😉

Mich würde das ja ganz schnell in den Wahnsinn treiben, aber Jens stört die Langsamkeit des Reisens nicht. Nur die Ungewissheit, ob er am Abend auch einen passenden Stellplatz findet, macht ihm manchmal zu schaffen. Und nach ein paar Stunden in der eher unbequemen Ape tun ihm natürlich alle Knochen weh.

Mittlerweile in Marbella angekommen, wird Jens dort erst einmal auf seinem Boot überwintern. Im nächsten Jahr möchte Kapitän Möllenkamp mit der „Lassarina“ nach Hamburg segeln, in seine norddeutsche Heimat. Quer durch die Biskaya – viel Glück!

Jens dokumentiert seine Reise und Erlebnisse auf Instagram, wer ihm folgen möchte: @instajemo.

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Zu diesem Blog: „Zum Horizont“ ist in erster Linie ein digitales Notizbuch und die Vorbereitung für mein Buchprojekt „Guten Morgen Europa!“ (Arbeitstitel). Ihr findet hier keine Werbebanner, keine Links zu Amazon und ich teste auch keine Campingprodukte. Wenn ich Campingplätze, Quintas, Weingüter oder Bauernhöfe namentlich erwähne oder verlinke, dann weil die Geschichte dort spielt. Ich bekomme weder etwas umsonst, noch Preisrabatte. Ich bezahle wie jede/r andere auch, ganz normal. Falls mir doch einmal eine Winzerin zum Beispiel eine Flasche Wein schenkt und es zu unhöflich wäre, abzulehnen, dann schreibe ich das dazu. Meine journalistische Unabhängigkeit untergräbt das aber nicht. Wer Fragen zu bestimmten Stellplätzen, Routen oder der technischen Ausrüstung hat, kann sie mir gerne per Kommentar oder Social Media stellen. Viel Spaß beim Lesen!

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